SCHLEIFEN DIE HISTORIE

Einst war der Flint die härteste Substanz, aus der Steinzeitmenschen Schärfe schlugen und damit Überlebens- und Verteidigungswerkzeuge schufen. Flint dient heutzutags nur noch der Holzbearbeitung. Danach erfand man die Erschmelzung des Korunds und des Siliziumcarbids, das härter, zäher und kantenbruchschärfer ist als Korund. Somit eröffnete die Anwendung des Siliziumcarbidschleifkorns die erste Möglichkeit des Nachschliffs von Hartmetall.  Man sinterte zusammen was "Hartmetall" bedeutet. (Einst von Krupp erfunden und unter der Marke "WIDIA" auf den Markt gebracht.) Die letztlich effektivste Schneidengestaltung durch Schliff, wurde erst möglich durch die

Anwendung von Diamantkorn, entweder galvanisch gebunden mittels Nickel und Chrom auf metallische Träger, oder gepresst in Kunststoff oder Bronce, was überwiegend die Schleifkörper derzeitiger Anwendung ausmacht. Kurz danach erfand man das Cubische-Bor-Ni-trid (CBN), das auf ähnliche Weise wie künstlich erzeugter Diamant, unter hohem Druck und Temperatur, gesintert wird. Wo Diamant in der Schleiftechnik aus thermischen Gründen versagt, ist das CBN spezifisch belastbarer, und damit ein gutes Äquivalent zum Diamant in der Schleiftechnik allgemein. (Diamant zerfällt bei 800 Grad zu Kohlenstoffstaub, während CBN wesentlich temperaturresistenter ist.)